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Kosten Unternehmensverkauf: Mit TRADINEO verstehen, welche Kosten entstehen

Kosten Unternehmensverkauf: Wie viel kostet meine Unternehmensnachfolge?

Ein Unternehmen wird nicht „nebenbei verkauft“, der Unternehmensverkauf ist mit viel Vorbereitung und Aufwand verbunden (Lesen Sie hierzu auch: Checkliste Unternehmensverkauf). Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass an verschiedenen Stellen dieses Prozesses auch Kosten anfallen. Doch wo fallen im Rahmen eines Unternehmensverkaufs Kosten an? Welche Kosten sind eine gute Investition und wo sollte besser genau hingeschaut werden?

Vorbereitung des Unternehmensverkaufs: Erste Kosten

Wie teuer ein Unternehmensverkauf genau wird, lässt sich kaum vorhersagen. Ein großer Teil des Aufwands fällt im Rahmen der Vorbereitung an: Um potenzielle Käufer anzusprechen, bietet es sich an, ein Unternehmensexposé zu erstellen. In diesem wird Ihr Unternehmen attraktiv (aber realistisch!) für Interessenten dargestellt – vergleichbar mit einem Exposé beim Immobilienkauf.

Das Exposé gibt einen Überblick über Geschäftsmodell, Branche und Wettbewerb, Personal und Organisationsstruktur sowie die Finanzen. Meist ist auch eine Unternehmensbewertung enthalten, die den Kaufinteressenten eine erste Indikation über den Wert und die Kaufpreisvorstellung des Verkäufers gibt. Für ein ansprechendes Exposé sollten diese Informationen entsprechend erstellt oder herausgesucht werden.

Im weiteren Verlauf müssen in Vorbereitung auf die Due Diligence zusätzliche Informationen zusammengestellt, Dokumente aufbereitet und digitalisiert werden. Im Rahmen der Due Diligence erhält der potenzielle Käufer tiefen Einblick in alle relevanten Bereiche des Unternehmens: Lieferanten- oder Kundenverträge können eingesehen werden, Personalübersichten oder Produktinformationen werden zur Verfügung gestellt. Zwar ist dieser Schritt erst spät im Verkaufsprozess vorgesehen. Um keine unnötigen Verzögerungen zu verursachen, empfiehlt es sich jedoch unbedingt, sich bereits frühzeitig vorzubereiten. Spätestens zu Beginn der Due Diligence müssen die Unterlagen den Interessenten zügig und unkompliziert zur Verfügung gestellt werden. Meist bietet sich dafür ein sogenannter Datenraum an, über den die Dokumente online zugänglich sind. Auch hier fallen in der Regel Kosten an. Diese sind jedoch ab einem gewissen Datenumfang eine gute Investition, da der digitale Datenaustausch unkompliziert und weniger fehleranfällig ist.

All diese Verkaufsvorbereitungen selbst parallel zum Tagesgeschäft zu erstellen, aufzubereiten und zu organisieren, ist in der Regel kaum möglich. Entweder müssten daher vertraute Mitarbeiter mit entsprechendem Know-How eingebunden oder Berater hinzugezogen werden. In beiden Fällen ergeben sich selbstverständlich Kosten – und sei es nur indirekt durch den Ausfall der einbezogenen Mitarbeiter in anderen Arbeitsbereichen. Ab einer gewissen Unternehmensgröße bietet es sich jedoch auch aufgrund der Fachexpertise an, einen Berater für Unternehmensverkäufe (sogenannte M&A Berater) zu engagieren.

Was kostet ein M&A Berater?

Welche Leistungen bietet mir ein M&A Berater beim Unternehmensverkauf?

In erster Linie empfiehlt sich eine externe Beratung für Unternehmensverkäufe, da diese wissen, welche Unterlagen benötigt werden und wie ein Exposé zu gestalten ist. Oft führen M&A Berater auch eine Unternehmensbewertung durch. Zudem kümmert sich der Berater um die Koordination des Prozesses oder die Kontaktaufnahme mit Kaufinteressenten. So werden Sie im Prozess deutlich entlastet. Zudem bietet die Einbindung eines Beraters den Vorteil der vollständigen Diskretion gegenüber den Mitarbeitern. (Lesen Sie hierzu auch „Wie teile ich den Unternehmensverkauf Mitarbeitern mit?“)

Kosten M&A Berater: Retainer und Provision

Doch die Beratung ist teuer. Bei erfolgreichem Verkauf fällt eine prozentuale Vergütung auf Basis des erreichten Kaufpreises an. Diese beträgt – je nach Leistungsumfang und Unternehmensgröße – in der Regel zwischen 3% und 7% des Verkaufserlöses. Zusätzlich wird meist eine monatliche Gebühr („Retainer“) fällig. Diese wird zwar am Ende mit der erfolgsabhängigen Vergütung verrechnet. Dennoch zahlen Sie dadurch bereits vor der Transaktion einen monatlichen Betrag, der in der Regel im mittleren vierstelligen Bereich liegt. Und sollte der Verkauf scheitern, erhalten Sie diese monatliche Gebühr nicht zurück.

Brauche ich einen M&A Berater für meinen Unternehmensverkauf?

Für die allermeisten Unternehmer ist ihr Firmenverkauf der erste und einzige. Vor diesem Hintergrund ist es für sie kaum einzuschätzen, ob die Beauftragung eines Beratungsunternehmens für ihren Unternehmensverkauf sinnvoll ist – und wenn ja, welche der vielen Firmen auf diesem Gebiet für ihren Fall geeignet sind.
Abhilfe kann hier oft ein Gespräch mit Ihrem Steuerberater schaffen. Zu diesem besteht nicht nur ein besonderes Vertrauensverhältnis. Ihr Steuerberater kennt Ihr Unternehmen und dessen Komplexität und Besonderheiten meist am besten. Zudem haben erfahrene Steuerberater oft grundlegende Erfahrungen mit Unternehmensverkäufen und M&A-Beratern gemacht und können daher einschätzen, welcher Weg für Ihr Unternehmen sinnvoll ist. Nicht selten kann Ihr Steuerberater Sie auch bei einem Teil der Vorbereitungen selbst unterstützen oder hat bereits einen passenden Käufer aus seinem Netzwerk im Auge. So kann der Vorbereitungsprozess deutlich verschlankt werden.

 

Steuern Unternehmensverkauf: Diese Kosten fallen an.

Eine weitere große Unbekannte beim Unternehmensverkauf sind die steuerlichen Folgen. Dies betrifft kleinteiligere Aspekte wie bspw. die betrieblichen Steuern auf Unternehmensebene im Jahr vor dem Übergang.
Vor allem aber stellt sich die Frage nach der Versteuerung Ihres Verkaufserlöses. Neben der Rechtsform Ihres Unternehmens oder der Frage nach einer ggf. vorhandenen Holdingstruktur spielen hier auch verschiedene Vergünstigungen und Freibeträge im Steuergesetz eine Rolle, die bspw. vom Lebensalter des Eigentümers abhängen. Hier ist in jedem Fall zu empfehlen, sich ausführlich steuerlich beraten zu lassen. Auch wenn dies mit Kosten verbunden ist, stehen diese in keinem Verhältnis zum potenziellen, steuerlichen Risiko, welches ein Verkauf ohne vorherige Beratung und Optimierung mit sich bringt.
Von zentraler Bedeutung ist hier zudem, dass die Beratung zu den Unternehmensverkauf-Steuern so früh wie möglich erfolgt. Sollte eine steuerliche Umstrukturierung nötig sein, nimmt dies meist Zeit in Anspruch. Wenn Sie bereits mitten im Verkaufsprozess sind, ist es dafür meist zu spät.

 

Kosten für Rechtsberatung beim Kaufvertrag

Sobald die Due Diligence abgeschlossen ist, stehen noch Aushandlung und Abschluss des Kaufvertrages auf dem Plan. Hier fallen zum einen Notarkosten an, welche jedoch in aller Regel der Käufer zu tragen hat. Zum anderen ist rechtliche Beratung notwendig. Im Vertrag sind Fristen, Voraussetzungen für Earn-Out-Zahlungen oder Garantien des Verkäufers vereinbart. Die Implikationen und Auswirkungen sind für juristische Laien meist nicht vollständig zu erfassen und eine falsch verstandene Garantie oder Bedingung kann Sie schnell ein kleines Vermögen kosten. Daher ist unbedingt zu empfehlen, rechtliche Expertise hinzuzuziehen – idealerweise von Anwälten mit Erfahrung bei der Gestaltung von Unternehmenskaufverträgen.

 

Fazit

Der Unternehmensverkauf ist mit verschiedenen Kosten verbunden, nicht alle liegen schon auf den ersten Blick auf der Hand. Während Aufwendungen für die steuerliche Beratung vorab oder für den Einbezug juristischer Expertise im Rahmen der Vertragsverhandlungen stets gute Investitionen in einen erfolgreichen Unternehmensverkauf sind, lohnt es sich an anderen Stellen, genauer hinzuschauen. Gerade im Rahmen der Vorbereitung und der Koordination des Prozesses stellt sich die Frage, ob der Einbezug einer professionellen M&A-Beratung sinnvoll ist – und, wenn ja, welche Beratungsfirma zu Ihrem Unternehmen passt. Hier gibt es preislich und fachlich große Unterschiede, weswegen im Vorfeld gründliche Recherche und der Austausch mit dem Steuerberater zu empfehlen sind.

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